Regenbogen
Hat REGENBOGEN sich von den Fleischtöpfen der SPD einkaufen
lassen?
Solche und ähnliche Fragen wurden mir und anderen Regenböglern in den letzten
Wochen häufiger gestellt. Deshalb hier ein paar Antworten dazu, wie der
alteingesessenen SPDler Dr. Krupp (auch) mit den drei Stimmen von REGENBOGEN
neuer Bezirksamtsleiter von Bergedorf geworden ist:
Im Herbst 2000 gab es eine öffentliche Ausschreibung der Stelle des BZA, darauf
haben sich neun Leute beworben, davon sind drei im Konsens aller demokratischen
Fraktionen der BV in die engere Auswahl gekommen. Auf unsere Initiative hin
haben sich dann alle drei im Lichtwarkhaus der Bergedorfer Öffentlichkeit
vorgestellt - ein erster Schritt zu mehr Transparenz in diesem Verfahren.
Zeitgleich haben wir bereits im Herbst mit Inis und interessierten
BergedorferInnen darüber diskutiert, wie REGENBOGEN die Neuwahl der
Bezirksamtsleitung für einen überfälligen Politikwechsel in Bergedorf nutzen
kann: durch frischen fortschrittlichen Wind von außerhalb gegen die
Hinterzimmerpolitk der SPD - oder durch ein Forderungspaket an diese SPD, damit
sie im Bezirk endlich mal wieder paar soziale, ökologische und antirassistische
Projekte ermöglichen muß. Nachdem wir leider keine Mehrheiten für den aus
unserer Sicht wunderbar wählbaren Kandidaten Dr. Baumann gefunden haben, haben
wir also ein Forderungspaket geschnürt - und das auch weitestgehend gegenüber
der SPD durchsetzen können.
Wir konnten erreichen, daß
Diese Paket verpflichtet aus unserer Sicht die SPD und den Bezirksamtsleiter
in vielen Punkten zu Schritten für eine fortschrittliche Politik.
Und - es ist keine Koalition! Punktuelle Zusammenarbeit für diese Projekte ist
eben kein "Mehrheitskartell" in allen politischen Fragen gegen der
Rest der Welt.
Wir können weiterhin ungehindert viel frischen Wind von Links machen - und
werden das auch tun!
ALSO: die Schweinshaxe wird uns nicht im Rachen stecken bleiben, der Sauerbraten
uns nicht zum Schweigen bringen - aber wir werden uns hoffentlich noch lange mit
Euch zusammen über das eine oder andere Projekt freuen - und die
"politische Mitte" gründlich damit ärgern.
Cornelia Frieß
REGENBOGEN Bergedorf
Zur Titelseite
jhz, 09.04.02